Thema Fieber

Ansteigende Körpertemperatur: Ein sinnvolles und beachtenswertes Warnsignal

Bei Fieber ist die normale Regulation der Körperwärme durch den Hypothalamus gestört. Auslöser sind die sogenannten Pyrogene (abgeleitet von dem griechischen Pyros = Feuer). Das sind entzündlich wirkende körpereigene Stoffe wie Interleukin-1 und 6 sowie TNF-, aber auch schädigende exogene Substanzen wie etwa bakterielle Endotoxine. Diese Pyrogene beeinfl ussen über den Hypothalamus die Thermoregulation.
Am häufigsten tritt Fieber als Abwehrreaktion bei leichten Infekten (Atemwege, Magen- Darm, Haut) auf. Sinn ist es, das Immunsystem durch das Schaffen eines „unfreundlichen Klimas" zu unterstützen. Denn die erhöhte Körpertemperatur beschleunigt die Stoffwechselvorgänge und hemmt die Vermehrung von Bakterien und Viren.

Fieber kann auch nach Impfungen, durch Bakterien, Viren, Parasiten (z. B. Malaria), Vergiftungen, einen erhöhten Stoffwechsel (z. B. Schilddrüsenüberfunktion), einen extremen Flüssigkeitsverlust, während der Menstruation sowie als Folge einer Operation oder Autoimmunerkrankung auftreten.

Fieber im Reisegepäck:
Achtung bei Fieberschüben nach Auslandsreisen!

In unseren Breitengraden selten, aber brandgefährlich sind die sogenannten viralen hämorrhagischen Fieber, die mit Blutungen einher gehen. Die bekanntesten Formen sind Ebola-, Lassa-, Dengue- oder Gelbfi eber. Sie werden gelegentlich durch Reisende aus dem Ausland eingeschleppt, bedürfen einer äußerst genauen virologischen Diagnostik und unterliegen der höchsten Sicherheitsstufe. Aber auch Typhus (Salmonelleninfektion), Malaria (parasitäres Sumpffieber) oder Brucellose (Malta-Fieber) werden überwiegend in heißen Klimazonen erworben, sind meldepflichtig und müssen speziell behandelt werden. Die Crux liegt in der langen Inkubationszeit: Oft vergehen drei Wochen, bis sich die Erreger bemerkbar machen, so dass der Zusammenhang mit der Auslandsreise nicht unbedingt offensichtlich ist. Es gilt: Lässt sich Fieber nicht einer Erkrankung wie etwa einer Atemwegsinfektion zuordnen, übersteigt die Temperatur die 40° C-Marke oder hält länger als drei Tage an, muss ein Arzt konsultiert werden.

Fieber-Kategorien:

Normalerweise beträgt die Körpertemperatur frühmorgens 36,5° C. Im Tagesverlauf kann die Körpertemperatur um bis zu 1,3° C ansteigen. Sie erreicht ihren Höchstwert am späten Nachmittag. Alles darüber hinaus ist Fieber.



Man unterscheidet verschiedene Arten:
 
 
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Was tun, wenn Fieber auftritt?

  • Frösteln während des Fieberanstiegs: Decken und
    Wärmflasche helfen.
  • Bei Fieber schwitzt man: Für Abkühlung durch Wadenwickel und kühlende Tücher auf der Stirn sorgen.
  • Wer fiebert verbraucht Körperflüssigkeit und Energie: Viel Mineralwasser oder heiße Brühe trinken.
  • Fieber häufig kontrollieren – besonders bei Kindern und Senioren: Mit einem zuverlässigen Qualitätsthermometer
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